True Cost – From Costs to Benefits in Food and Farming

Entwicklung eines standardisierten Verfahrens zur Messung, Berechnung und Berichterstattung der Auswirkungen des Ernährungssektors auf Umwelt, Gesundheit und Gesellschaft

Veröffentlichung der Leitlinien im Frühjahr 2022

Was ist
True Cost Accounting?

Das so genannte True Cost Accounting, zu Deutsch „Berechnung der wahren Kosten“, ist eine neue Methode zur Ermittlung der tatsächlichen Kosten eines Produkts oder einer Dienstleistung. Beim True Cost Accounting werden nicht nur die direkten Produktionskosten für Rohstoffe und Arbeitskraft gemessen, sondern auch berücksichtigt, wie sich die Unternehmensaktivitäten auf Umwelt und Gesellschaft auswirken.

Wir zahlen schon – aber versteckt

Die Art und Weise, wie wir heute Lebensmittel erzeugen, verteilen, verkaufen und konsumieren, verursacht beträchtliche Umweltschäden (mit Folgen für Böden, Wasser, Artenvielfalt und Klima) und hat sowohl für die Bevölkerung in ländlichen Gebieten als auch für die öffentliche Gesundheit verheerende Konsequenzen.

Für diese Zerstörungen zahlen wir bereits auf versteckten Wege: beispielsweise in Form von Abgaben für Leitungswasser, die auch die Kosten für die Reinigung des Trinkwassers von Pestiziden beinhalten, oder in Form von Steuergeldern zur Finanzierung von fehlgeleiteten Agrarsubventionen oder Umweltsanierungsmaßnahmen, beispielsweise nach Überschwemmungen.

Diese Kosten – beziehungsweise deren Folgen – werden häufig auf künftige Generationen oder andere Länder abgewälzt, wie wir es derzeit unter anderem beim Klimawandel, der Degradierung der Böden, der Zerstörung der Regenwälder und dem Artenverlust sehen. Auch für ernährungsbedingte Erkrankungen wie Diabetes Type II tragen wir mit unseren Krankenkassenbeiträgen die Kosten.



Lebensmittel sind heutzutage scheinbar so billig wie noch nie; doch ein Blick hinter die Kulissen zeigt, dass wir weit mehr dafür bezahlen, als uns bewusst ist





Wie funktioniert TCA?




Beim True Cost Accounting schauen wir nicht nur auf die betriebswirtschaftlichen Zahlen eines Unternehmens, sondern bewerten auch, wie sich die Tätigkeit eines Betriebs auf seine Umgebung auswirkt. Diese Auswirkungen können dann in Geldbeträge umgerechnet und als wahre Kosten in die Rechnungslegung des Unternehmens übernommen werden. Dadurch werden die versteckten Produktionskosten, die im aktuellen System außen vor gelassen wurden, sichtbar gemacht und fließen in den Jahresabschluss mit ein.

Bislang gibt es nur übergeordnete, meist sehr theoretische Konzepte des True Cost Accounting, die in erster Linie den Prozess beschreiben, dabei aber weder Vorschläge für Indikatoren noch genaue Angaben zur Datenerhebung enthalten. Zudem fehlt es an Einigkeit über die Gestaltung und Durchführung des TCA innerhalb der Lebensmittelbranche, was es aktuell Dritten unmöglich macht Berichte und Unternehmen zu vergleichen. Aufgrund der fehlenden Standardisierung können Nachhaltigkeitsaspekte nicht mit in die Rechnungslegung eines Unternehmens einbezogen werden.

 

 

 




Wir wollen dieses Problem lösen, indem wir Leitlinien zum True Cost Accounting erarbeiten, die weltweit angewendet werden können. So entwickelt die Initiative „True Cost – From Costs to Benefits in Food and Farming“ Leitlinien für ein neuartiges Verfahren, das es Unternehmen im Nahrungsmittelsektor ermöglicht, die echten Kosten der von ihnen erzeugten Lebensmittel zu berechnen. Unsere Pilotprojekte zeigen, dass True Cost Accounting ein ganzheitlicher und praxistauglicher Ansatz ist, um die Auswirkungen der Nahrungsmittelerzeugung auf Umwelt und Gesellschaft zu ermitteln.

Wie lassen sich die wahren Kosten ermitteln?

Die Initiative „True Cost – From Costs to Benefits in Food and Farming“ wurde 2019 ins Leben gerufen

Sie ist ein breites Bündnis aus Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und der Wissenschaft. Die Initiative entwickelt spezielle Leitlinien, um die wahren Kosten von Nahrungsmittel- und Agrarerzeugnissen zu berechnen.

Koordination der Initiative

In Zusammenarbeit mit

Unsere Partner

Haben Sie Fragen zu unserem Projekt?

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Entwicklung eines standardisierten Verfahrens zur Messung, Berechnung und Berichterstattung der Auswirkungen des Ernährungssektors auf Umwelt, Gesundheit und Gesellschaft

Veröffentlichung der Leitlinien im Frühjahr 2022

True Cost Accounting?

Das so genannte True Cost Accounting, zu Deutsch „Berechnung der wahren Kosten“, ist eine neue Methode zur Ermittlung der tatsächlichen Kosten eines Produkts oder einer Dienstleistung. Beim True Cost Accounting werden nicht nur die direkten Produktionskosten für Rohstoffe und Arbeitskraft gemessen, sondern auch berücksichtigt, wie sich die Unternehmensaktivitäten auf Umwelt und Gesellschaft auswirken.

Wir zahlen schon – aber versteckt

Die Art und Weise, wie wir heute Lebensmittel erzeugen, verteilen, verkaufen und konsumieren, verursacht beträchtliche Umweltschäden (mit Folgen für Böden, Wasser, Artenvielfalt und Klima) und hat sowohl für die Bevölkerung in ländlichen Gebieten als auch für die öffentliche Gesundheit verheerende Konsequenzen.

Für diese Zerstörungen zahlen wir bereits auf versteckten Wege: beispielsweise in Form von Abgaben für Leitungswasser, die auch die Kosten für die Reinigung des Trinkwassers von Pestiziden beinhalten, oder in Form von Steuergeldern zur Finanzierung von fehlgeleiteten Agrarsubventionen oder Umweltsanierungsmaßnahmen, beispielsweise nach Überschwemmungen.

Diese Kosten – beziehungsweise deren Folgen – werden häufig auf künftige Generationen oder andere Länder abgewälzt, wie wir es derzeit unter anderem beim Klimawandel, der Degradierung der Böden, der Zerstörung der Regenwälder und dem Artenverlust sehen. Auch für ernährungsbedingte Erkrankungen wie Diabetes Type II tragen wir mit unseren Krankenkassenbeiträgen die Kosten.

Lebensmittel sind heutzutage scheinbar so billig wie noch nie; doch ein Blick hinter die Kulissen zeigt, dass wir weit mehr dafür bezahlen, als uns bewusst ist

Wie funktioniert TCA?

Beim True Cost Accounting schauen wir nicht nur auf die betriebswirtschaftlichen Zahlen eines Unternehmens, sondern bewerten auch, wie sich die Tätigkeit eines Betriebs auf seine Umgebung auswirkt. Diese Auswirkungen können dann in Geldbeträge umgerechnet und als wahre Kosten in die Rechnungslegung des Unternehmens übernommen werden. Dadurch werden die versteckten Produktionskosten, die im aktuellen System außen vor gelassen wurden, sichtbar gemacht und fließen in den Jahresabschluss mit ein.

Bislang gibt es nur übergeordnete, meist sehr theoretische Konzepte des True Cost Accounting, die in erster Linie den Prozess beschreiben, dabei aber weder Vorschläge für Indikatoren noch genaue Angaben zur Datenerhebung enthalten. Zudem fehlt es an Einigkeit über die Gestaltung und Durchführung des TCA innerhalb der Lebensmittelbranche, was es aktuell Dritten unmöglich macht Berichte und Unternehmen zu vergleichen. Aufgrund der fehlenden Standardisierung können Nachhaltigkeitsaspekte nicht mit in die Rechnungslegung eines Unternehmens einbezogen werden.

Wir wollen dieses Problem lösen, indem wir Leitlinien zum True Cost Accounting erarbeiten, die weltweit angewendet werden können. So entwickelt die Initiative „True Cost – From Costs to Benefits in Food and Farming“ Leitlinien für ein neuartiges Verfahren, das es Unternehmen im Nahrungsmittelsektor ermöglicht, die echten Kosten der von ihnen erzeugten Lebensmittel zu berechnen. Unsere Pilotprojekte zeigen, dass True Cost Accounting ein ganzheitlicher und praxistauglicher Ansatz ist, um die Auswirkungen der Nahrungsmittelerzeugung auf Umwelt und Gesellschaft zu ermitteln.

Wie lassen sich die wahren Kosten ermitteln?

Die Initiative „True Cost – From Costs to Benefits in Food and Farming“ wurde 2019 ins Leben gerufen

Sie ist ein breites Bündnis aus Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und der Wissenschaft. Die Initiative entwickelt spezielle Leitlinien, um die wahren Kosten von Nahrungsmittel- und Agrarerzeugnissen zu berechnen.

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